Kaltenhaide

An den Grenzen des Hasses – Ein Fall für Sascha Berghaus

Zweiter Erzgebirge Krimi

Sascha Berghaus hat eigentlich genug andere Probleme. Wegen ihrer merkwürdigen Art, der schwarzen Kleidung und den vielen schaurigen Tätowierungen wird sie gemieden. Außerdem hat sie gerade Ärger mit dem Gesetz.

Doch Sascha spürt auch alten Kriminalfällen nach und schreibt darüber. Im abgelegenen Bergdorf Kaltenhaide, hoch oben auf dem rauen Kamm des Erzgebirges, ist ein junger Mann gestorben, weil er einem Geheimnis aus der Vergangenheit zu nahe gekommen ist. Denn tief im Wald, an den Flanken des Hassbergers, liegen zwölf grausam verstümmelte Leichen versteckt. Man hat ihnen das Herz herausgeschnitten.

Als Sascha in Kaltenhaide auftaucht, überschlagen sich die Ereignisse. Weitere Menschen sterben. Ein Hof brennt. Und da ist dieser geheimnisvolle Schatten, der ihr folgt. Ist das Böse nach Kaltenhaide zurückgekehrt?

Sascha Berghaus kommt den Grenzen des Hasses gefährlich nahe.

Zeit der Vertreibung – Zeit des Bösen

Auch der zweite Erzgebirgekrimi wirft einen Blick zurück in die Vergangenheit dieser an Geschichte so reichen Region. Diesmal werden Sascha Berghaus und ihr Vater Jan mit der Zeit der Vertreibung konfrontiert – als nach dem Zweiten Weltkrieg die Sudentendeutschen ihre Heimat im böhmischen Teil des Gebirges aufgeben mussten. Sie durften nichts mitnehmen, ließen alles zurück: ihre Häuser, ihren Besitz – und manchmal auch ihr Leben.

In dieser Zeit versucht Elisabeth König, eine Vertriebene, ihre wertvollen Geigen über die Grenze zu schmuggeln, die sie als Konzertgeigerin durch ganz Europa begleiteten. Doch sie verschwindet spurlos, irgendwo im tiefen Wald an den Flanken des Hassberges. In einer Zeit, in der so viele vertrieben werden, verschwinden und sterben, ist es unmöglich aufzuklären, was passiert ist. Doch als man im Wald einen Geigenkasten mit einem Herz darin findet – und als immer mehr Herzen auftauchen, wird klar: Oben in den Wäldern wütet ein Serienmörder.

Etwas ist zurückgekehrt

Mehr als siebzig Jahre später taucht die Geige plötzlich wieder auf. Ein Geschenk für die Musikstudentin Martha von ihrem Bruder Nathan. Eine Überraschung zum Geburtstag. Die Geige war in Familienbesitz, die verschwundene Frau ihre Großtante. Doch der Bruder stirbt bei einem Autounfall und nimmt das Geheimnis über die Herkunft des Instruments mit ins Grab. „Ein gewöhnlicher Autounfall“, heißt es zunächst. Und die Geschichten von damals, Geschichten von Flucht und Vertreibung: „Alte Geschichten, die niemanden mehr interessieren.“

Nur Sascha und ihr Vater Jan, die über alte Kriminalfälle schreiben, interessieren sich für den Fall. Sascha kommt nach Kaltenhaide. Und sie muss erfahren, dass nichts vergessen ist. Die Verletzungen sind noch da. Sind sind von Generation zu Generation weitergetragen worden. In den Geschichten der Familien aus Kaltenhaide wird deutlich, wie eng – und wie tödlich – Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben sind: die Vertriebenen, die Täter und ihre Opfer.

Und schließlich kann nur Sascha, die Außenseiterin, das Netz aus Hass und Lügen duchdringen. Sie kommt nicht nur der Bestie aus der Vergangenheit auf die Spur, sondern auch dem Bösen, das immer noch da ist. Denn jemand will unbedingt, dass die Geheimnisse der Vergangenheit oben im Wald verborgen bleiben.

Tatort Kaltenhaide

Hintergründe: Vertreibung der Sudentendeutschen

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Kaltenhaide erscheint im August 2021 im emons Verlag.

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