Der Autor

„Professoren morden anders“

Ein Krimi über das Erzgebirge, der 10.000 Meter über dem Erzgebirge entstanden ist.

René Seidenglanz ist Professor für Kommunikationswissenschaften und leitet eine Wirtschaftshochschule in Berlin. Er fliegt viel. Das muss er in seinem Job. Die Idee zu einem Erzgebirgskrimi ist ihm im Flugzeug gekommen, aus dem man das Erzgebirge nur dann erkennt, wenn man genau weiß, wo es liegt. Eine dunkle Linie Wald unten am Boden, die Berge nicht mehr als unscharfe Wellen. Die Entfernung wird von dort oben greifbar, sie wird plastisch.

Seidenglanz weiß natürlich auch aus der Entfernung, wo das Erzgebirge liegt, wie es sich anfühlt, riecht, welche Geschichten dort erzählt werden. Er ist dort geboren und aufgewachsen. Vielleicht kann man über eine Heimat aus der Distanz noch besser schreiben. Vielleicht kann man Geschichten prägnanter zeichnen und klarer erzählen. Vielleicht sieht man mit dem Abstand von Jahren oder Kilometern (vielleicht mit Blick aus einem Flugzeug in 10.000 Metern Höhe) etwas weiter. Auf jeden Fall aber schreibt es sich anders.

Und aus der Ferne fühlt sich Heimat anders an – und Sehnsucht nach Heimat. Daraus wurde eines der Kernthemen im Buch: Über einen, der zurückkehrt. Erst später entstand daraus eine Kriminalgeschichte. All die Geschichte und die Geschichten dieser Gegend, ihre Traditionen und ihre Geheimnisse lassen sich so in einem packenden Format vereinen. In Form gebracht wurde das Buch mit einer tiefen Zuneigung zum Erzgebirge und ein wenig Stolz auf diese schöne und spannende Gegend. Das Erzgebirge ist ein großartiger Schauplatz für einen Krimi!

Zum Interview mit René Seidenglanz

René Seidenglanz, 1976 in Annaberg-Buchholz im Erzgebirge geboren, ist Professor für Kommunikationswissenschaften, insbes. Kommunikationsmanagement. Der studierte Publizist und Psychologe und promovierte Kommunikationswissenschaftler lehrte mehrere Jahre an der Universität Leipzig und wechselte 2008 an die Quadriga Hochschule Berlin, der er als Vizepräsident vorsteht.